Der Begriff Tradition wird im Hause Franck großgeschrieben.

Bereits in vierter Generation wird das Landhotel Franck im Familienbesitz geführt und wird bald 100 Jahre alt!

Inhaberin und Geschäftsführerin Hendrika Franck

Alles began 1919, als der Molkerist Otto Meier mit seiner Frau Else aus dem Harz nach Brietlingen zog, um hier eine neue Molkerei zu gründen. Schnell wurde eine kleine Milchkutscherkneipe und eine Benzinzapfsäule angebaut, so das man unabhängig von anderen Gewerbetreibenden wirtschaften konnte. Dieses gelang sehr gut und 1952 übernahmen die Tochter Ilse Franck und ihr Ehemann Fritz Ferdinand Franck die kleine Kutscherkneipe. Nach und nach wurde das Haus umgebaut, angebaut und aufgestockt, so daß Anfang der 60er Jahre 6 „Fremdenzimmer“ mit Dusche und WC auf dem Gang entstanden. Neu und modern war, das alle Fremdenzimmer ein Waschbecken im Raum hatten und eine Klingel. Mit dieser konnte man nach dem Kellner klingeln, da es Telefon und TV ja noch nicht auf dem Zimmer gab. Im Zeitalter der Handys muss man sich mittlerweile fragen, wie man damals ohne das alles überleben konnte. Fast unvorstellbar. Damals jedoch ganz modern! Auch der große Saal ( aus dem alten Schweinestall erbaut) und die unendlich gute Küche von Ilse Franck trugen zum Gelingen der Wirtschaft bei. Aus „Otto Meiers Gasthaus“ wurde Anfang der 60er Jahre „Im Krug zum Grünen Kranze“. Hier wurden Hochzeiten, Geburtstage und Jubiläen gefeiert, bis die Schnapsgläser zu Bruch gingen. Feuchtfröhlich und begleitet von viel Zigarrenrauch wurden hier Karten „gekloppt“ und Bockwurst mit Brot serviert. Legendär sind bis heute Oma Ilses Bratkartoffeln, das Schnitzel und ihre Kalbsrouladen. Wir würden niemals auf die Idee kommen, unsere Rezepte und Zubereitung zu ändern. Ende der 60er wurde das Haus umbenannt in „Franck´s Gasthaus“ und beherbergte neben dem Gasthaus die Zweigstelle Brietlingen der Sparkasse Lüneburg, geführt von Ilse Franck. Wenn man die Lohntüte bei Oma Franck abgab zum Einzahlen gab es immer noch den guten Tipp, das man nicht das Haushaltsgeld vorne an der Theke „verklüngeln“ soll. Eine Lottoannahmestelle kam dazu und eine Versicherungsagentur der Thuringia-Versicherungen. Hans Dampf in allen Gassen. So war das früher nunmal… 1964 kamm dann der Schützenverein mit auf den Hof und ein Schützenhaus wurde angebaut.

Auch die Zapfsäule neben dem Gasthaus wuchs stetig. So bekam sie in dieser Zeit schon ein kleines Häuschen mit einem kleinen Vordach.

Am 31.12.1972 übernahm der Sohn Fritz Otto Franck mit seiner Frau Sigrid das Regiment im Hause. Eine bunte Mischung aus vier Generationen unter einem Dach began. Die Tankstelle wurde umgebaut und vergrößert, die gebauten Garagen wurden aufgestockt, mehrere Hotelzimmer wurden aufgestockt und angebaut, sowie ein Hallenbad mit Sauna. Tennisplatz, Kinderspielplatz und ein Innenhof mit Gartenbenutzung wurden zugefügt. Die Gasträume wurden komplett erweitert, ganze neue Räume entstanden. Im heutigen Biedermeierzimmer war damals der Schankraum mit Theke. Großzügige und behindertengerechte Toiletten wurden erstellt, sowie der große Parkplatz hinterm Haus, welche sogar für Busse geeignet sind. In den 80er Jaren kam eine Busgruppe an und die letzten der Hochzeitsgesellschaften verließen grade das Haus. Durch das Zusammenspiel von Hotel und Restaurant wurde das Landhotel Franck schnell bekannt, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Bis heute haben wir noch viele Dänische und Schwedische Gäste. Erst umbenannt in Gasthaus Franck kam der Betrieb Ende der 90er Jahre endgültig zu seinem Namen Landhotel Franck.

Seit 1.1.10 ist der Generationenwechsel im Hause Franck wiedereinmal vollzogen. Die Tochter Hendrika Franck hat den Betrieb übernommen und bringt viele Ideen mit, den Traditionsbetrieb zu erhalten und fortzuführen. Auf in eine nächste Episode voller spannender Geschichten, rund um unser Landhotel, denn Tochter Emma Luise ist als 3jährige ( 5te Generation) schon fleissig im Laden unterwegs.